Medi-Taping ®

Schmerztherapie ohne Chemie

Mit diesem Lehrmittel werden Therapeutinnen und Therapeuten für das Medi-Taping fit gemacht.
Die schmerzbekämpfende Wirkung von selbstklebenden Textilbändern, so genannten Tapes, wurde ursprünglich in Japan angewendet. Nach Europa gelangten die Tapes auf dem Weg über Sportler, deren Verletzung in Japan vom Arzt so behandelt worden war. Noch heute setzen Sportler Medi-Tapes zur Schmerzbekämpfung, vermehrt aber auch präventiv und zur Leistungssteigerung ein. Inzwischen hat sich die Methode aber ausserhalb des Sports stark verbreitet und ist zu einer anerkannten therapeutischen und therapie-begleitenden Massnahme geworden.

Die Methode, mit Tapes Selbstheilkräfte des Körpers zu unterstützen, wurde gezielt und systematisch weiter entwickelt. Sowohl Material als auch Klebetechniken und auch ergänzende therapeutische Interventionen wie Stimulierung von Triggerpunkten wurden zu einer ganzheitlichen medikamentenfreien Therapie verfeinert.

Ergotherapie SRK Unterwalden und Medi-Taping

Das Rote Kreuz Unterwalden ist Spezialist für Medi-Taping und fördert in seinen Ergotherapiezentren dessen Anwendung. Unser langjähriger Therapeut Matthias Schröder hat bei Dr. Sielmann, dem Inhaber der Rechte am Original Medi-Tape® Kurse und Weiterbildungen besucht und sich als Dozent für Medi-Taping qualifiziert. Er ist berechtigt, in der Zentralschweiz Zertifikats-Kurse durchzuführen. Er wendet Medi-Taping in der täglichen Arbeit selber an und hat weitere SRK-Therapeutinnen in die Technik eingeführt. Voraussetzung für die professionelle Anwendung von Medi-Taping ist eine therapeutische Grundausbildung, wie Ergotherapie oder Physiotherapie.

Medi-Taping in der Hand- und Schultertherapie

Die Ergotherapie SRK setzt Medi-Tapes primär im Hand- und Schulterbereich ein. Gute Behandlungserfolge erreichen wir bei muskulär bedingten Problemen oder bei Verletzungen, bei denen eine Unterstützung der Muskulatur den Heilungsprozess beschleunigt.

Was ist Medi-Taping?

Das Hauptziel der Taping-Methode ist, körpereigene Heilungsprozesse durch ein spezielles Material und damit verbundene Klebetechniken zu unterstützen.

Das Aufkleben von elastischen Klebebändern aus Baumwolle auf der Haut ist eine ganzheitliche, medikamentenfreie Therapie mit einem aussergewöhnlichen breiten Anwendungsspektrum.

Die Klebemuster werden jedem Patienten und jeder Krankheit individuell angepasst. Die Klebebänder sind dehnbar und der Haut nachempfunden. Dies bewirkt, dass positive sensorische Informationen an Haut weitergeleitet werden. Die Tapes sind hautverträglich und verbleiben ca. eine Woche auf der Haut. Man kann duschen und ist in seinen Bewegungen nicht eingeschränkt.

Im Gegenteil, der Patient verspürt Linderung der Schmerzen durch den positiven Einfluss der Bänder auf die Schmerzrezeptoren. Man erzielt Effekte an Muskeln und Gelenke.

Medi-Tapes sollten nur durch ausgebildete Therapeut/-innen auf die gedehnte Haut geklebt werden. Falsch angebrachte Bänder können zu Stauungen und Reizungen führen.

Wie wirkt Medi-Tape?

Bei jeder Bewegung wird die Haut durch die Bänder leicht angehoben. Die Durchblutung in den kleinen Gefässen und auch der Lymphabfluss nehmen zu, Muskeln entkrampfen sich, Schmerzbotenstoffe werden abtransportiert und Entzündungen gehen zurück. Die Steuerungs- und Heilungsprozesse werden aktiviert.

Bei welchen Diagnosen kommt Medi-Taping zur Anwendung?

Die Methode ist in vielen Ländern als unterstützende Therapieform etabliert und ein wichtiger Bestandteil der modernen Behandlungskonzepte.

Sie kann bei Muskelverspannungen, Rückenschmerzen, Lendenwirbelproblemen wie Hexenschuss, Nackenschmerzen, Gelenkverschleiss, Entzündungen der Sehne angewendet werden. Sogar bei Migräne und Kopfschmerzen, in der Kinderheilkunde, der Gynäkologie und bei vielen anderen Schmerzbildern sind schmerzlindernde Wirkungen erprobt. Weiter kann Medi-Taping zur unterstützenden Behandlungen bei Schlaganfällen eingesetzt werden.

Warum sind die Bänder farbig?

Im Ursprungsland Japan werden weisse oder hautfarbene Bänder verwendet. Es ist aber bekannt, dass Farben Menschen beeinflussen können und verschiedene Farben besondere Wirkeffekte hervorrufen. So hat der Therapeut auch andere Farben wie rot, blau, gelb schwarz und grün zur Verfügung.

Seitdem in der Ergotherapie des Schweizerischen Roten Kreuzes in Unterwalden und in Uri mit diesen Tapes gearbeitet wird, konnten schon viele grossartige Erfolge bei der Heilung von Patienten erzielt werden.