Ergotherapie

Neurologie

Ein Mann trainiert sein Hirn mit einem Speziellen Programm am Laptop
Neurologische Ergotherapie verwendet verschiedenste Therapieformen. Hier ein Klient beim Hirnleistungstraining am Laptop
Neurologische Ergotherapie wird in allen drei Therapiestellen angeboten. Eine Sonderform der neurologischen Rehabilitation stellt unser Reha-Treff dar, welcher eine ambulante Tagesstruktur mit interdisziplinären Therapie-Angeboten zur Verfügung stellt.

Ergotherapie ist angezeigt bei Personen mit:

  • Erkrankungen des Zentralnervensystems (Cerebro Vaskulärer Insult, Tumor, Multiple Sklerose, Morbus Parkinson, Epilepsie, entzündliche und degenerative Erkrankungen usw.)
  • Traumen des Zentralnervensystems (Schädel-Hirn-Trauma, Para- und Tetraplegie)
  • Peripheren Nervenläsionen
  • Polyneuropathien

Erkrankungen und Verletzungen des Zentralnervensystems können senso-motorische Fähigkeiten, neuropsychologische Funktionen, psychisches und soziales Erleben beeinträchtigen und betroffene Menschen in ihrer Selbständigkeit einschränken.

Ziel der Ergotherapie: Rehabilitation, also

  • Wiedererlangen von beeinträchtigten Funktionen
  • Erhalten von vorhandenen Funktionen (z.B. bei fortschreitenden Erkrankungen)
  • Erlernen von Ersatzstrategien bei nicht wiederkehrenden Funktionen (evtl. durch Gebrauch von Hilfsmitteln)

Ziel ist immer das Erreichen, Verbessern oder Erhalten grösstmöglicher Selbständigkeit in alltäglichen Verrichtungen wie Körperpflege, Essen, Fortbewegung, Kommunikation, Haushalt, Schule, Beruf, Freizeit.

Der/die Ergotherapeut/-in fördert

Motorische und sensorische Funktionen

  • Die Haltungs- und Bewegungskontrolle (z.B. nach Bobath)
  • die Grob- und Feinmotorik
  • die Sensibilität

Neuropsychologische Funktionen

  • Wahrnehmung und Verarbeitung von Sinnesreizen (z.B. nach Affolter)
  • Orientierung zu Person, Ort, Zeit, Situation
  • Konzentration, Ausdauer, Arbeitstempo
  • Lernen, Gedächtnis
  • Handlungsplanung und –ausführung
  • Umstellfähigkeit, Abstraktionsvermögen

Verarbeitung von psychischem Erleben

  • Krankheitseinsicht und –verarbeitung
  • Umgang mit Persönlichkeitsveränderung und affektiven Symptomen

Die ergotherapeutische Behandlung beinhaltet neben den oben beschriebenen Punkten:

  • Selbsthilfetraining
  • Haushaltstraining
  • Haus- und Arbeitsplatzabklärung und –anpassung
  • Berufsabklärung und –training
  • Herstellen, Erproben und Anpassen von speziellen Schienen und Hilfsmitteln
  • Beratung von Bezugspersonen